Die Freiwillige Feuerwehr Wenzenbach wurde am 14. Juli 1872 in der damaligen Gemeinde Schönberg gegründet. Aus dem noch vorhandenen Gründungsprotokoll ist zu entnehmen, dass sich die 56 Mitglieder aus 21 Steigern, 14 Rettern und  21 Männern der Spritzenmannschaft zusammensetzte. Zum ersten Kommandanten, damals noch Feuerwehrhauptmann genannt, wurde Michael Graßmann gewählt.

Die Hilfsmittel der Gründungsväter waren noch Eimer oder einfache Handpumpen. Während der langen Geschichte der FF Wenzenbach wuchs die Mitgliederzahl stetig an. Im Vereinsleben ragen folgende Jahre besonders heraus:

 

1886
wurde die erste Vereinsfahne geweiht. Sie überstand die ersten beiden Weltkriege.

1922
feierte die FFW ihr 50-jähriges Gründungsfest. Die Mitgliederzahl war auf 108 gestiegen.

1947
beteiligen sich 15 Vereine am 75-jährigen Gründungsfest unserer Wehr.

1951
nahmen 42 Vereine an der Weihe einer neuen Vereinsfahne teil.

1958
konnte das neue Gerätehaus mit einem Schlauchtrocknungsturm in der Nähe des Bahnhofs bezogen werden. 

1962
wurde das 90-jährige Gründungsfest begangen. 67 Feuerwehren nahmen daran teil. Die FFW zählt jetzt 232 Mitglieder 


1964
wurde das erste Feuerwehrauto (ein Ford Transit) angeschafft. Zwei Funksprechgeräte erleichterten die Verständigung. Dieses Auto ersetzte eine Motorspritze, die bisher mit einem Jeep oder einem Bulldog zum Einsatz transportiert wurde.

1972
konnte die FFW ihr 100-jähriges Gründungsfest, verbunden mit der Weihe einer neuen Vereinsfahne, zusammen mit 91 Vereinen feiern.
Die Mitgliederzahl ist auf 368 angewachsen.

1974
konnte der Freiwilligen Feuerwehr ein neues Fahrzeug Typ LF/8, mit eingebautem Sprechfunk, übergeben werden.

1981
wurde das neue Gerätehaus in der Nähe des heutigen Rathauses bezogen. Eine moderne Schlauchwasch- und Trockenanlage, sowie Unterrichts-
und weitere Nebenräume sind darin untergebracht.

1982
wurde ein Tanklöschfahrzeug TLF/8 gekauft um schnellere und wirkungsvollere Einsätze zu ermöglichen. In diesem Jahr feierte die FFW auch ihr 110-jähriges Gründungsfest. 456 Mitglieder gehören dem Verein nun schon an.

1990
konnte das alte Löschfahrzeug LF/8 durch ein neues Löschfahrzeug LF/16 ersetzt werden.

1993
ist die FFW mit einem Rettungssatz (Spreitzer und Schneidgerät) ausgestattet, um den Opfern von Verkehrsunfällen effizienter und schneller helfen zu können.

1995
konnte ein Mehrzweckfahrzeug angeschafft werden, das durch zusätzliche. Kapazitäten für Personen- und Materialtransport die Möglichkeiten der Wehr erweitert.

1997
beging die FFW ihr 125-jähriges Gründungsfest. Der Mitgliederstand beträgt beachtliche 566.

2003
Ein weiterer Stellplatz für Einsatzfahrzeuge konnte vom Bauhof übernommen werden.

2004
konnte das alte TLF 8 durch ein gebrauchtes TLF 24/50 der Flughafenfeuerwehr Hamburg ersetzt werden. Beim Umbau des Gerätehauses wurde eine Funkzentrale eingerichtet und eine neue Garderobe sowie eine neue Werkstatt gebaut.

2005
Der letzte Stellplatz konnte Ende des Jahres vom Bauhof übernommen werden. Somit besitzt die FFW im EG 4 Stellplätze, 3 Lager und eine Funkzentrale.

2006
Durch den Erhalt der kompletten Fahrzeughalle konnte am 4. Stellplatz eine Damenumkleide und ein Lager gebaut werden.

2007
Beginn der Sanierung des Gerätehauses.

2012
Ein gebrauchter Verkerhrssicherungsanhänger (VSA) wurde von der Autobahnmeisterei Starnberg gekauft und in Eigenarbeit restauriert bzw. umgebaut. Das bedeutet fortan einen großen Sicherheitsvorteil bei Einsätzen auf den Straßen für die Einsatzkräfte. Zudem wurde 2012 die Gerätehaussanierung abgeschlossen:

Die wichtigsten Änderungen in der Fahrzeughalle sind die verbesserte Abgasabsauganlage, die neuen elektrisch betriebenen Hallentore sowie die Instandsetzung des Fußbodens und neue Einfassung der Werkstattgrube. Auch eine neue Eingangstüre wurde eingesetzt und die Böden im Funkraum und im Flur wurden erneuert. Im Treppenhaus konnte mit einer Glasvitrine ein guter Platz für die restaurierte erste Vereinsfahne gefunden werden. Im Obergeschoss wurden ebenfalls die Böden erneuert, die Möbel wurden neu gepolstert und die eine neue Theke aufgebaut. Es wurde ein für alle zugängliches Büro geschaffen und im Ausbildungsraum konnte ein Beamer samt Lautsprecheranlage installiert werden, hier wurden ideale Voraussetzungen für gute Ausbildungen geschaffen. Auch eine neue Küche wurde einngebaut und die Dusche wurde erneuert. Das 140 jährige Gründungsfest wurde im kleinen Rahmen mit einem Festzelt neben dem Gerätehaus gefeiert.



Doch nicht nur feierliche Momente bestimmten die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wenzenbach. Sie wurde in der Vergangenheit zu zahlreichen Einsätzen gerufen. Neben den immer wieder auftauchenden Brandeinsätzen, wandelt sich die Aufgabe der Feuerwehr zunehmend zu Einsätzen mit technischer Hilfeleistung. Insbesondere wird die Freiwillige Feuerwehr vermehrt zu Verkehrsunfällen gerufen. So musste im Jahr 2013 die Rekordanzahl von 107 Einsätzen bewältigt werden. Die Wirksamkeit einer Freiwilligen Feuerwehr war hierbei immer schon davon abhängig, sich dem neusten Stand der technischen Entwicklung anzupassen. Dass dies der FFW stets erfolgreich gelang, ist nicht zuletzt auf die großzügige Unterstützung durch die Gemeinde Wenzenbach zurückzuführen.

Nicht nur das Vorhandensein moderner Geräte ist für effiziente Hilfeleistung nötig. Um die technischen Geräte jederzeit schnell und zielsicher einsetzen zu können, wird bei der Freiwilligen Feuerwehr Wenzenbach großer Wert auf eine fundierte Ausbildung gelegt. Neben der Teilnahme an unterschiedlichsten theoretischen und praktischen Ausbildungen wird dies auch an der hohen Zahl der durchgeführten Leistungsabzeichen deutlich. So legte schon kurz nach Ausstattung der Feuerwehr mit dem Rettungssatz eine Gruppe im Frühjahr 1994 das Leistungsabzeichen Technische Hilfeleistung als erste im Landkreis ab.

In den vergangenen Jahren haben verantwortungsbewusste Menschen ihre Kraft und ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit gestellt und mit ihrer Hilfsbereitschaft den Mitbürgern gedient. Die Feuerwehr Wenzenbach hat dafür und durch ihre Teilnahme am Gemeindeleben, an weltlichen und kirchlichen Festen, Vertrauen und Anerkennung in der Bevölkerung gefunden.

       
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